Istrien: Acht Kilometer Spanferkelstraße

Die Landstraße zwischen den Orten Kloštar und Flengi, ein paar Kilometer landeinwärts von Vrsar und nahe am Lim-Kanal, bietet ein ganz besonderes Schauspiel und kulinarisches Erlebnis. Am Straßenrand prasseln in großen Blechgrillern Holzfeuer und drehen sich täglich Hunderte 15 bis 20 Kilo schwere Ferkel am Spieß.

Spanferkel

Mehrere Konobas (Landgasthöfe) servieren die auf den Punkt gegrillten Köstlichkeiten mit Gemüse und Bratkartoffel. Etwa acht Kilometer ist die Ferkelstraße lang. Essen gibt es zu Mittag und am Abend. Bei Schönwetter sitzt man im Freien an groben Holztischen und lässt sich den Grillduft um die Nase ziehen. In den Sommermonaten herrscht hier Feststimmung. Einige Konobas wie die “Istarska hiza Ive” in Kloštar haben mehr als 200 Sitzplätze. Egal, wo Sie auf Istrien wohnen oder was Sie unternehmen – dieser Abstecher ist ein Muss.

Biker-Paradies Istrien

Auf der kroatischen Halbinseln geht Radfahrern das Herz auf. Es gibt dort fast 3000 Kilometer gut beschilderter Radwege für Mountainbiker, Straßenfahrer und Sonntagsradler.

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Geheimtipp ist Istrien für Radler längst keiner mehr, aber ein guter Tipp. Weiterlesen

Istrien: Rad-Abenteuer Parenzana

Die Trasse der einstigen k&k-Eisenbahnlinie Triest-Poreč ist heute ein fantastisch schöner Radweg. In Slowenien führt er großteils dem Meer entlang, in Istrien schlängelt er sich über grüne Hügel und durch Trüffelwälder ins Herz der Halbinsel und durch Olivenhaine und Weingärten zurück ans Meer. Wir radelten den anspruchsvolleren Abschnitt auf Istrien. Zwei Tage mit grandiosen Ausblicken und Stopps in mittelalterlichen Städtchen.

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„Die Parenzana ist immer noch ein kleines Abenteuer“, sagt Guido Schwengersbauer, Salzburger und Chef des Landgasthauses „Casa Romantica La Parenzana“, das fast direkt am Parenzana-Radweg im Dörfchen Volpia bei Buje liegt und beliebtes Quartier für Radler ist. Weiterlesen

Radeln im Weinviertel

Pulkautal. Die schönen, meist asphaltierten Radwege im Pulkautal werden noch kaum genützt. Da radelt man meist allein durch eine idyllische Landschaft mit Weingärten, Kellergassen und Obstwiesen.

20150416_131749Unverständlicherweise ist das immer noch fast ein Geheimtipp. Obwohl es längst jede Menge gut ausgeschilderter Radwege gibt, und die Landschaft des Weinviertels ja an sanfter Idylle in Österreich kaum zu überbieten ist. Da radelt man durch Weingärten, entlang von Obstbaum-Alleen und fast immer mit Blick übers weite Land. Zudem sind die wenigen Steigungen in dieser leicht hügeligen Region für Genussradler ohne Keucherei zu bewältigen. Und was noch lockt: Von Mai bis Oktober haben in den Kellergassen wieder die Heurigen offen. Da gibt’s für ein paar wenige Euro a zünftige Kellerjausen und an reschen Veltliner. Weiterlesen

Andalusische Auffälligkeiten

Nützliches und Überraschendes. Was auf einer Andalusienreise so auffällt.

Fahnen

Die Flaggen Spaniens und Andalusiens

Olè. Drei Buchstaben und eines der meist gebrauchten Wörter. Woher es kommt hat mich erstaunt. Weiterlesen

Málaga: Mit Marmor verfliest

Andalusien. Eigentlich unglaublich: Fast alle Straßen und Gassen der Altstadt von Málaga sind mit polierten Marmorfliesen und -platten ausgelegt. Nachts spiegeln sich darin die Gassenlaternen, am Tag die Sonnenstrahlen. Und die Sonne scheint in der schönsten Stadt an der Costa del Sol immerhin an 300 Tagen im Jahr.

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Spiegelglatt mit Marmor ausgelegt: Málagas Prachtstraße Marqués de Larios

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Typisch in Málaga: Verglaste Balkone

Málaga quietscht. So schön der Marmor ist, er ist auch laut. Turnschuhe, Auto- und Fahrradreifen quietschen extrem darauf. Selbst ein Blinder weiß bei dem typischen Málaga-Ton sofort in welcher Stadt er ist. Ansonsten ist Málaga berühmt für Jugendstilhäuser, verglaste Balkone, Rosinen, seinen süßen Dessertwein Vino de Málaga und seinen größten Sohn Pablo Picasso. Das ihm gewidmete Museum ist schlicht genial; das neue, am 29. März 2015 eröffnete, Museum Centre Pompidou Málaga dagegen eine leichte Enttäuschung.

Aber schauen wir uns Málaga in Ruhe an. Weiterlesen

Ronda und die weißen Dörfer

Ronda ist ein Mussziel jeder Andalusienreise. Ein Schmuckstück in traumhaft schöner Berglage. Allerdings: Die Stadt quillt über von Touristen.

Japaner, Engländer, Deutsche, Holländer, Franzosen und und und. Man hört kaum ein spanisches Wort in den Gassen von Ronda. Die Einheimischen stehen fast ausnahmslos hinter den Verkaufstheken der Geschäfte oder sie servieren in den Restaurants und Bars.

Trotzdem: Ronda darf man nicht links liegen lassen. Im Gegenteil: Ich empfehle, zumindest zwei Tage dafür einzuplanen. Einen Tag für Ronda selbst. Und einen Tag für eine Rundfahrt zu den umliegenden weißen Dörfer in der Sierra Grazalema.

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Kühnes Bauwerk: Puente Nuevo über der Schlucht El Tajo

Spektakuläre Lage. Das Spektakulärste an Ronda ist seine Lage. Die Stadt ist auf zwei Felsmassiven erbaut, getrennt durch eine 100 bis 180 Meter tiefe Schlucht, den so genannten Tajo. Rund um die Stadt präsentieren sich majestätisch die Gipfel der Sierra Grazalema – und der Tajo ist nicht irgendeine Schlucht, sondern ein grandioses Fels-Szenario. Weiterlesen

Córdoba: Magische Moschee und märchenhafte Patios

Córdoba – allein der Name dieser Stadt klingt nach Hitze, Stierkampf und Flamenco. Tatsächlich ist Córdoba die andalusischste Stadt Andalusiens.

Blendend weiße Häuser mit blumengeschmückten Balkonen aus Schmiedeeisen, Innenhöfe mit Säulengängen und bunten Fliesen, Kutschen mit stolz trabenden weißen Andalusier-Pferden, Paläste und Plätze voller Atmosphäre. Ich bin das erste Mal hier und weiß jetzt, warum die alte Kalifenresidenz der Omaiyaden auf keiner Andalusien-Rundfahrt der Reiseveranstalter fehlt.

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Wald aus 793 Säulen

Richtig platt war ich beim Anblick der Mezquita, der Moschee-Kathedrale. Sie ist ein Riesenapparat: 179 x 134 Meter groß, also fast doppelt so groß wie ein Fußballfeld, hat 19 Schiffe und 793 Säulen. Man geht hinein und traut seinen Augen nicht: mystisches Halbdunkel und Säulen, Säulen, Säulen – ein regelrechter Wald von Säulen, mit immer neuen Perspektiven. Weiterlesen

Lange Nächte in Sevilla

Wenn man anderswo ins Bett geht, macht man sich in Sevilla fertig zum Ausgehen. Ab 22:00 Uhr beginnt der Bummel von Tapa-Bar zu Tapa-Bar. Da braucht es Durchhaltevermögen. Tagsüber will man ja auch noch was sehen von der Stadt, die wohl jeden begeistert. 

Die meisten Bars liegen im Gassenlabyrinth des malerischen Stadtviertels Barrio Santa Cruz gleich hinter der Kathedrale. Einfach durchschlendern. Und machen Sie es wie die Einheimischen, bleiben Sie nicht zu lange in einer Bar hängen, sondern ziehen Sie weiter. Vorzugsweise sitzt oder steht man im Freien. Aber es lohnt sich meist auch, einen Blick in die Bars zu werfen. Weiterlesen

Semana Santa in Sevilla

60 Prozessionen. Nirgends in Spanien wird die Karwoche so bombastisch gefeiert wie in der Hauptstadt Andalusiens. Höhepunkt ist der Gründonnerstag und die Nacht auf den Karfreitag. Da ist Sevilla im Ausnahmezustand.

Ich war mitten drin. Von Gründonnerstag 15:00 Uhr bis Karfreitag 2:00 Uhr früh. Mitten drin in einem Spektakel, das alle meine Vorstellungen weit übertraf. Gründonnerstag in Sevilla – das ist schrill, laut, bombastisch, fantastisch. Und dann auch wieder voller Spiritualität und Ruhe. Die Spanier leiden und feiern in dieser Woche. Sie inszenieren die Passion Christi als barocke Oper.

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Nazarenos mit Spitzhut: Mehr als 3000 marschieren in manchen Prozessionen mit

Eine Million Schaulustige. Hauptbühne in Sevilla sind die Gassen um die Kathedrale Santa Maria de la Sede,  ums gegenüberliegende Rathaus und den Königspalast Real Alcázar. Weiterlesen