Architektur

Andalusien: Zwei Perlen der Renaissance abseits der touristischen Hauptroute

Baeza & Úbeda. Zwei Renaissance-Perlen mitten im spanischen Olivenöl-Land, die erstaunlicherweise noch wenig besucht sind. Das wird sich ändern, wenn 2016 die Autobahn bis dorthin fertig ist. Dann liegen Baeza und Úbeda am Weg von Granada nach Córdoba nicht mehr aus der Zeit.

Es ist wie eine Reise in das 16. Jahrhundert. In den Altstädten von Baeza und Úbeda stehen Paläste und Kirchen in vollendeter Renaissance-Pracht. Die Atmosphäre ist ruhig, entspannt. Es gibt stimmungsvolle Plätze, Touristen sind noch rar und in den Restaurants und Tabernas isst man köstlich und zu Preisen, die um fast die Hälfte unter denen in Granada, Sevilla oder an der Costa del Sol liegen.

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Palacio de Jabalquinto in Baeza

Baeza versus Úbeda. Nur 10 Kilometer liegen die beiden Städte von einander entfernt. Baeza, die kleinere, hat zwar weniger Prachtbauten zu bieten, beeindruckt aber mit stiller Atmosphäre und einem weitgehend geschlossenen Ensemble.

In Úbeda stehen um die 50 Paläste und ein halbes Dutzend Kirchen mit traumhaft schönen Fassaden. Hier trifft man auch jetzt schon deutlich mehr Touristen als in Baeza. Trotzdem fühlt man sich noch als Entdecker und nicht Massentourist. Die beiden Städte mauserten sich nach der Vertreibung der Muslime zu wohlhabenden Zentren. Vor allem in Úbeda übten sich die Adeligen zur Zeit Karl V. und seinem Sohn Philipp II. in recht maßloser Angeberei. Ihren Reichtum stellten sie mit üppig geschmückten Fassaden zur Schau. Der wohl imposanteste Bau in Úbeda ist aber dennoch ein sakraler – die Kirche der Sacra Capilla del Salvador auf der wunderschönen Plaza Vasquez de Molina. In Baeza ist das imposanteste Renaissance-Gebäude der Palacio de Jabalquinto auf der Plaza Santa Cruz.

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Kirche Sacra Capilla del Salvador in Úbeda

Bestes Olivenöl. Baeza ist übrigens auch Zentrum der spanischen Olivenölproduktion und Ausgangspunkt der „Route des Olivenöls“. Ölmühlen können besucht werden, es gibt ein Ölmuseum und egal wo man isst, hochwertiges Olivenöl und fantastisch schmeckende Oliven kommen hier immer mit auf den Tisch. In angenehmer, gemütlicher Atmosphäre und zu sehr günstigen Preisen speist man zum Beispiel in den Lokalen und Tabernas rund um die Plaza Constitucion.

Eine gute Adresse für kulinarisch Verwöhntere ist das am Rande der Stadt liegende Hotel Juanito (Avenida Alcalde Puche Pardo 57). Die Eigner besitzen auch Olivenhaine und pressen bestes Öl, das mit mehrmals ausgezeichnet wurde und auch im Hotel verkauft wird. Auch zum Nächtigen ist das Juanito ein pipifeines Quartier mit Boutique-Charkater und sagenhaft günstigen Preisen. Ich logierte hier via booking.com für 20 € pro Nacht.

Mein Tipp: Wohnen Sie in Baeza. Die Hotels sind günstiger als in Úbeda und die Innenstadt ist für den abendlichen Bummel kompakter und überschaubarer. Wie auch in Úbeda ist die Beleuchtung märchenhaft schön. Laternen und Kandelaber tauchen die Gassen und Plätze in ein zauberhaftes Licht.


 

Hinweis: Diese Reise wurde von Raiffeisen Reisen unterstützt. Raiffeisen Reisen bietet  spezielle Andalusien-Rundfahrten. 6 Tage mit Flug und Halbpension in 4*-Hotels und vielem mehr ab 799 €.


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