Abenteuer

Schon mal Glamping probiert?

Hot das was? Aus dem Trend wird jetzt ein Boom. Glamping, die glamouröse Art des Campingurlaubs begeistert auch Campingmuffel. Sollte man es mal ausprobieren?

(c) Etrutia Toskana

Glamping Toscana Mare – http://www.campingetruria.it

Ich war nie einer von denen, die mit glückschwangerer Leidenschaft Heringe in den Boden rammen, Wassergräben ums Zelt ziehen und den Tintenfisch auf wackeligen Plastiktischerln verspeisen. Nein, Zelten kann mir gestohlen bleiben. Zuviel Aufwand. Zuwenig Spaß. Und wenn es in Strömen regnet, dann wird’s einfach grauenhaft.
Obwohl, ein bisschen Robinson-Crusoe-Feeling gefällt mir durchaus. Am Lagerfeuer sitzen, den Meereswellen lauschen und bei einem Glaserl Wein in den Sternenhimmel schauen. Das weckt schon glückselig-machende Ur-Instinkte in mir. Robinson-Feeling in steuerbarer Dosierung, das wär’s für mich.

Drum, werde ich es vielleicht mal probieren – das neumodische Glamping. Obwohl ich auf Trends und Booms ungern aufspringe. Ist mir meist zu gekünstelt. Trendsetter neigen ja gerne dazu, gleich eine Religion aus ihrem neu aufgegriffenen Lebensstil zu machen. Und wenn dann der Trend zum Boom wird, springen sie auf den nächsten Trend auf. Will ich wirklich in Nachbarschaft mit solchen Typen urlauben? Aber vielleicht sind sie ja doch ganz anders?

Was ist Glamping? Ein bisserl Zelt, ein bisserl Luxus. Ein bisserl Robinson, ein bisserl Glamour. Kurz: Ein Mix aus traditionellem Camping mit Pfadfinder-Touch und etwas Luxus. Also Camping für Zivilisationsverwöhnte. Das Kunstwort stammt aus dem Englischen und verbindet – wir ahnen es schon – Camping mit Glamour.

In den vergangenen Jahren sind weltweit zig-Hunderte Glamping-Plätze entstanden. Am Mittelmeer setzt sich der Trend gerade durch. Glamping-Plätze bieten oft fix installierte Komfortzelte, oft romantische Chalets. Auch gehobene Motorhome-Plätze und Ressorts mit Abenteuer-Ingredenzien firmieren unter Glamping. Alle liegen natürlich an ausgewählt schönen und romantischen Platzerln, verwöhnen mit Restaurants und ein paar feinen Annehmlichkeiten.

Googelt mal – und ihr werdet fündig. Auch in Österreich. Aber schaut genau hin. Denn so mancher Campingplatz alten Stils versucht mit dem Neuanstrich „Glamping“ Kunden zu ködern.

Du hast bereits Erfahrung mit Glamping. Dann schreib doch einen Kommentar und gib uns Tipps. Wir freuen uns darüber.

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5 replies »

  1. Mir ist dieser Begriff auch schon X-mal untergekommen. Wieder ein Marketing-Kunst-Wort mit dem versucht wird sinkende Margen aufzupeppen. Hier wird versucht einen Trend zu kreieren. Initiiert von Reiseveranstaltern und Tourismusmanagern geht es nur darum, einer Event-hungrigen Hamsterradgesellschaft mit dicker Brieftasche ständig etwas neues bieten zu müssen. Im Gegenzug erhoffen sich die kreativitätslosen Kunden eine Steigerung ihres Selbstwertes (weil sie damit trendy sind) und mehr Anerkennung im Freundes- und Kollegenkreis.

    Ich denke der Begriff ist so überflüssig wie ein Knopf!

      • Noch ein Nachtrag: Schon vor mehr als einem 1/4 Jahrhundert, war ich in Saudi Arabien von einem Mitglied der Königsfamilie zu einem Ausflug in die Wüste eingaladen. Natürlich war ein Zelt von den Bediensteten aufgebaut worden, natürlich mir edelste Einrichtung, Klimaanlage und 1001er Nacht- und Sindbad-feeling. Also nix Neues.

        Worauf ich hinaus will ist, dass schon immer zu jeder Reiseform es eine low-budget- und auch eine Luxusvariante gab und gibt.
        Also, wo ist der Trend, der Hype? Was ist an Glamping wirklich neu, anders… im Kern hat sich nichts verändert.
        Es geht um eine Reiseform oder Urlaubsform mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil oder im Mobilheim. Es geht um Destinationen und ihren „Klang“ in der öffentlichen Wahrnehmung.

        LG WoMolix

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