Europa

Olé – Ski fahren mit Meerblick

Sierra Nevada in Südspanien. Carven in 3000 Meter Höhe mit Blick auf die Costa del Sol, eine halbe Stunde von der Alhambra und Granada entfernt. Und statt Kaspress-Knödel Paella auf der Sonnenterrasse. Das hat schon was.

Immer wollte ich schon einmal die Sierra Nevada unter den Carving-Brettern spüren. Jetzt hatte ich die Gelegenheit dazu. Ein Tag im zweitgrößten und höchst gelegensten Skigebiet Spaniens, mit Mittelmeer-Blick und Tuchfühlung zu Afrika. Wow!

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Die Sonne scheint – wie fast jeden Tag hier. Es reichen ein langärmeliges T-Shirt und eine leicht gefütterte Windjacke, um nicht zu frieren. Auf 3000 Meter hat es heute – wir haben Anfang April – 10 Grad plus! Es säuselt nur ein leichtes Lüftchen und keine Wolke trübt den blauen Himmel. Aber trotzdem – Überraschung, Überraschung – sind die Pisten um 10 Uhr noch pickelhart und fast eisig. Erst am frühen Nachmittag firnen sie auf. Der Grund: Alle Abfahrten sind auf Nordhängen.

22 Lifte, 104 km Piste. Klein ist das Gebiet in den Bergen des so genannten Sistema Penebético nicht. 104 Kilometer Abfahrten und 8 Prozent schwarze Pisten kratzen in der dünnen Luft ausreichend an der Kondition. Der höchste Gipfel, der Muhalcén, ist 3482 Meter hoch, die 22 Lifte gehen von 2100 Meter auf 3282 Meter hinauf.

Das mit dem Meerblick ist allerdings mehr Werbegag als tatsächlicher Genuss. Es gibt nur einen Punkt im Skigebiet, der einen Blick aufs Meer erlaubt, und selbst da muss man die Skier abschnallen und vier, fünf Meter zum Grat stapfen. Zu finden ist der Punkt nicht allzuschwer – man muss nur immer der gut ausgeschildeten und an einer Stelle sogar mit Plastikpalmen markierten „Pista del Mar“ folgen.

Miserable Leihski. Gemütliche Skihütten wie bei uns gibt es in der Sierra nicht. Die spanische Hüttenvarianten sind Hamburger-Station und Massen-Restaurant ohne jeglichen architektonischen Charme. Dafür sind die Sonnen-Terrassen riesig. Abstriche muss man auch bei den Leihski machen. Die Auswahl ist mehr als bescheiden, die Wartung der Skier grottenschlecht. Mein Paar hatte sicher in den letzten zwei Jahren keinen Kantenschliff erlebt. Man eiert damit die Pisten hinunter wie ein Anfänger. Erst wenn der Schnee am Nachmittag sulziger wird, gelingt mit diesen Brettern so etwas wie Ski fahren.
Macht aber nix. Das Gesamterlebnis ist trotz allem fantastisch. Ich würde es wieder machen!

Die Tages-Liftkarte kostet derzeit in der Hochsaison 45 €, in den Nebensaisonen ab 36 €. Für Kinder und Senioren ab 60 gibt es satte Preisnachlässe. Von Granada führt eine sehr gut ausgebaute, Autobahn-ähnliche Straße hinauf in den Skiort Pradollano. Für die 30 Kilometer braucht man nicht mehr als eine halbe Stunde. Pradollano ist Hotel-Ressort, Urlaubsort und Ausgangspunkt der Lifte in die sechs Teilskigebiete der Sierra Nevada.

Und hier noch der link zu einem Video auf youtube über das Skigebiet https://www.youtube.com/watch?v=OmtKMGaTVCo


 

Hinweis: Diese Reise wurde von Raiffeisen Reisen unterstützt. Raiffeisen Reisen 2016 spezielle Andalusien-Rundfahrten. 6 Tage mit Flug und Halbpension in 4*-Hotels und vielem mehr ab 799 €.


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