In den Dolomiten wächst der Kuppelbauch

Südtirol. Törggelen auf alten Bauernhöfen, Gourmetküche auf Almhütten. Da können Wanderer noch so viele Kilometer machen, irgendwann wölbt sich der Bauch zur römischen Kuppel. Ein Hochgenuss zwischen Seiser Alm, Ritten und Keschtnweg.

DSC_0159Südtirol, das ist deutsch bis in die Fußspitzen. „Woher kimmsch’n?“ „Van Walisch owa.“ So hört es sich an. Im klaren Deutsch: Woher kommst du? Aus dem Welschen.

Südtirol, das ist italienisch. Auf der Landkarte. Die Speisekarte ist ein duales System – Speck und Spaghetti, Knödel und Carpaccio, Obstler und Grappa. Auch das Wetter kann nicht verhehlen, dass es mediterrane Eigenschaften hat.

Kurz: Südtirol, das nach dem Ersten Weltkrieg zu Italien kam, ist ein erzwungener Kulturmix, der heute sprachlich so klingt: Welche Targa hat da Kammion?“ (Welche Nummerntafel hat der Lastwagen?)

Die sehr Alten bleiben noch verbissen bei der deitsch’n Sprach’. Zuviel ist passiert, seit man bei Italien ist. Die Jungen genießen den Mix. Moda Italiana, Speck und Berge. Sie wechseln die Sprache mitten im Satz, verbinden das locker Italienische mit dem bodenständig Tirolerischen. Weiterlesen

Eine Insel für eine Nacht

Malediven. Das Mini-Eiland Lonubo können Romantiker ganz für sich alleine haben. Mit einem Koch, der für ein romantisches Dinner for two sein Können auspackt. Der Spaß kostet 330 €.

Nicht neu, aber für viele ein Traum – drum muss ich es hier wieder einmal erwähnen:

Wer seinen Urlaub auf der maledivischen Barfußinsel Maafushivaru (500 Meter im Durchmesser, 48 Villen) verbringt hat eine extravagante Option: Er kann auf der kleinen, unbewohnten Nachbarinsel Lonubo eine romantische Nacht zu zweit mit allem Luxus verbringen.

Zehn Bootsminuten voneinader entfernt: Lonubo und Maafushivaro

Zehn Bootsminuten voneinader entfernt: Lonubo und Maafushivaro

„Lonubo ist wie ein Geschenk für uns“, schwärmt der österreichische Resort Manager Ronald Schweighardt. „Unsere Gäste haben die einzigartige Möglichkeit, ein paar Stunden am Tag oder sogar eine Nacht eine idyllisch-einsame Insel ganz für sich zu haben. Und das natürlich ohne auf die Annehmlichkeiten unseres Service zu verzichten.“

Mit dem Dhoni, dem traditionellen maledivischen Holzboot, geht es am Abend gemächlich hinüber zur kleinen Schwesterinsel. Zu zweit in den Sonnenuntergang schwimmen, exotische Früchte naschen – und ein romantisches Dinner unterm Sternenhimmel genießen. Weiterlesen

Mit dem Rollstuhl in den Kuhstall

Österreich. Barrierefreier Urlaub auf Bauernhöfen

rollstuhlBauernhof-Urlaub auch für Menschen mit Behinderung: Wer nur eingeschränkt mobil ist, muss keineswegs auf einen Urlaub in Kuhstallnähe und in der Natur verzichten. Denn eine Reihe österreichischer Landwirte bietet auf ihren eigens dafür ausgestatteten Betrieben barrierefreien Urlaub auf dem Bauernhof.

Stufen, enge Türen, rutschige Böden, nicht erreichbare Schalter und Öffner – Hindernisse gibt es viele, die einem Menschen mit Behinderung das Leben schwer machen können.

Auf jedem der 33 barrierefreien Bauernhöfe, die über ganz Österreich verteilt sind, hat man genau diese Hindernisse beiseite geräumt. Gänge mit mindestens 120 Zentimeter Breite, Türen mit mindestens 80 Zentimeter, ebenerdige Zugänge oder Rampen, ebene Wege auf dem Hof, sichere Böden, keinerlei Stufen in den Ferienwohnungen und Zimmern, rollstuhlgerechte Sanitärbereiche und stets mindestens zwei spezielle Freizeitmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer am Hof sind nur ein Teil des umfangreichen Kriterienkatalogs, den jeder Hof erfüllen muss. Mancherorts ist selbst der Kuhstall mit Rollstuhl befahrbar.

„Nicht nur Familien mit behinderten Kindern nutzen dieses Angebot verstärkt“, sagt Hans Embacher, Geschäftsführer von Urlaub am Bauernhof Österreich. „Auch immer mehr Erwachsene mit Handikap genießen diesen naturnahen Urlaub sehr.“ Jeder der 33 Gastgeber bietet zudem ein besonderes Schmankerl – von der Reit-Therapie bis zum Wellnessbereich, vom nahen Badesee bis zum hofeigenen Kräutergarten. Den Katalog „Barrierefreier Bauernhof“ kann man kostenlos anfordern oder herunterladen. Es gibt ihn auch als Blätterkatalog online. -Beitrag von Stefan Stremel

Info www.UrlaubamBauernhof.at

 

Flugzeug aus „Jenseits von Afrika“ wieder in Kenia

Das weltberühmte Flugzeug aus dem Filmklassiker ist fertig restauriert und bereichert ein Luxus-Safari-Camp in Ostafrika.

Jochen Zeitz, Besitzer des Luxus-Safari-Camps Segera Retreat, hat G-AAMY 2013 in einer Pariser Auktion erworben und es wieder flugfähig machen lassen, berichtet Daniel Morfeld von der Agentur Schaffelhuber Communications. Dieser aufregende Kunstschatz findet nun in Segera, einem luxuriösen und nachhaltigen Retreat der Wilderness Collection inmitten des kenianischen Laikipia-Plateaus, sein neues Zuhause.

Ammy fliegt für Gäste des Luxus-Safari-Cam Segera Retreat

Neue Attraktion im Segera Retreat: Doppeldecker G-AAMY

Seinen großen Auftritt hatte G-AAMY 1985 in „Jenseits von Afrika“. Die Szene gilt als eine der berühmtesten der jüngeren Filmgeschichte: Meryl Streep und Robert Redford gleiten als Karen Blixen und Denys Finch Hatton im gelb-schwarzen Doppeldecker (mit der leicht veränderten Kennung G-AAMT) über Savannen, Flüsse und Wälder, vorbei an schroffen Schluchten, Wasserfällen und über die Tierwelt der Steppe.

Der Name des Flugzeugs G-AAMY ehrt die britische Flugpionierin Amy Johnson. Sie führte 1930 in einem Doppeldecker des Typs „Gipsy Moth“ als erste Frau einen Alleinflug von England nach Australien durch. 1941 kam sie unter bis heute ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. In den 1930er Jahren galt die „Gipsy Moth“ als eines der beliebtesten Flugzeuge in Großbritannien. 2010 existierten von den damals Tausenden Exemplaren nur noch 18 – wenige darunter sind noch flugfähig. Einer dieser Oldtimer der Lüfte, G-AAMY, befindet sich nun wieder in seiner Heimat in Kenia, und gleitet über jene Landschaften, die Hatton und Blixen im Film vor fast 30 Jahren bereits überflogen haben.

www.segera.com

 

Dubrovnik leidet unter Touristenmassen

Bis zu 25.000 Besucher täglich muss die UNESCO-Welterbestadt an der kroatischen Adria im Sommer verkraften. Die Atmosphäre ist dahin. Die Perle der Adria ein Albtraum.

Ein Julitag in Dubrovnik. Durchs historische Zentrum wälzen sich Touristenmassen – von Souvernirshop zu Souvenirshop, von Pizza-Standln zu Eissalons. Für die Schönheit der Stadt interessieren sich nur wenige. Hauptsache man war in der Weltkulturerbestadt. Die meisten kommen mit großen Kreuzfahrtschiffen, überfluten ein paar Stunden die Stadt.1245095770STRADUN_LIJEPI_NOCNI_BY_ZT
Im Sommer sind es bis zu 25.000 pro Tag. Die fantastischen historischen Gebäude kann man bei der Masse nicht mehr genießen, sie verkommen zur touristischen Kulisse. 7000 Besucher pro Tag, so haben Experten berechnet, könnte die Stadt vertragen, ohne dass sie ihren Charme verliert. Weiterlesen

Klettertour für schwindelfreie Autos

Montenegro. Die Bucht von Kotor ist Sehnsuchtsziel für Segler und Motorjacht-Kapitäne. Auch die Umrundung mit dem Auto ist ein Landschaftsgenuss. Wer Sie aber vom Balkon in 1000 Meter Höhe sehen will, muss über die abenteuerliche alte Straße fahren. Und zwar von oben nach unten. Eine Tour für Mutige.

Am Balkon über dem Meer: Alte Straße nach Risan, heute ein Wanderweg

Am Balkon über dem Meer: Alte Straße nach Risan, heute ein Wanderweg

Die Bucht von Kotor gehört mit zum Schönsten was die famose montenegrinische Küste an landschaftlichen Attraktionen zu bieten hat. 30 Kilometer zieht sie sich ins Landesinnere, düster umrahmt von den schwarzen Bergen Montenegros, die hier schwindelerregend steil abfallen. Teile der Bucht sind UNESCO-geschütztes Weltkultur- und Weltnaturerbe. Wobei Bucht eine Untertreibung ist. Eher ist es ein Fjord, ein Verbund von vier Meeresbecken, durch Engstellen abgesetzt. Kotor, das dem ganzen Ensemble seinen Namen gibt, liegt ganz am Ende im letzten Becken.
Einmal um die Bucht zu fahren, gehört zum touristischen Pflichtprogramm, so man mit dem Auto unterwegs ist. Das machen alle – ist wunderschön, aber kein Abenteuer, weil sich die Straße brav und ohne große Höhendifferenzen herum schlängelt.

Wenn Sie es so richtig spektakulär wollen – dann nehmen sie die alte Straße, die sich bei Risan einspurig und in extremen Serpentinen 1000 Meter hoch den Steilhang hinauf schraubt. Am besten fahren Sie sie von oben nach unten. Da bleibt Ihnen garantiert die Luft weg. Schon gleich auf den ersten Metern, wenn sie auf 1000 Meter Seehöhe von der breiten neuen Straße, die ins Hinterland führt, in die alte einbiegen – mit Senkrecht-Blick auf die Bucht. Weiterlesen

Bali bleibt ein Paradies

Reisterrassen, Dschungeldörfer und 2000 Tempel: Die hinduistische Götterinsel in Indonesien hat paradiesischen Charme. Einige Orte haben aber durch den Massentourismus ihren Charakter verloren.

Tempel im Bratansee

Uluwatu-Tempel im Bratansee

Auf Bali wirst du ruhig und locker. Bali öffnet das Herz, macht gelassen, bessere Menschen, andere Menschen. Julia Roberts hat mit dem Kinofilm „Eat Pray Love“ die Götterinsel endgültig zum romantisch-esoterischen Idyll verklärt und damit einen neuen Bali-Boom ausgelöst.

Liebe, Glück und inneren Frieden findet Julia auf der vom Hinduismus geprägten Insel. Touristen finden ein Bali, das sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert hat. Und zugleich auch wieder nicht. Weiterlesen