Abenteuer

Málaga. Zwei neue Attraktionen regen die Stadt an der Costa del Sol auf

Grandiose Kunst und großer Kick. Das legendäre Museum Centre Pompidou eröffnet in der südspanischen Hafenstadt Málaga eine Filiale und in den nahen Bergen wird der gefährlichste Wanderweg der Welt gesichert und aufgemotzt neu eröffnet. 

Aufreger. Seit ein paar Stunden bin ich in Málaga und so ziemlich das erste mit dem ich konfrontiert werde sind zwei große Eröffnungen, die morgen Sonntag 29. März 2015 über die Bühne gehen. Einerseits wird der gefährlichste Wanderpfad der Welt in nun gesicherter und spektakulärer Form wiedereröffnet und andererseits eröffnet das legendere Pariser Museum für zeitgenössische Kunst, die Galerie Centre Pompidou, eine Zweigstelle in Málaga, die erste außerhalb Frankreichs. Bisher gibt es nur einen Ableger in der nordfranzösischen Stadt Metz.

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Moderne hinter Glas: „El Cubus“ nennt der Volksmund das neue Museum Centre Pompidou

Das Museum ist in einem großen Glaskubus im neu renovierten Hafen an der Ecke Mole 1 + 2 untergebracht. Es zeigt eine permanente Austellung mit 70 Werken sowie eine jährlich wechselnde mit Exponaten, die zuvor in Paris zu sehen waren. Málaga hat damit nun drei namhafte Museen. Neben dem neuen Centre Pompidou noch das Picasso-Museum und das Museum Carmen Thyssen, das die Privatsammlung der Baronin von Thyssen präsentiert, die spanische Malerei des16. bis 19 Jahrhunderts sammelte.

Wanderpfad des Königs. Naturfans dagegen regt in Málaga zur Zeit die Neueröffnung des Caminito del Rey auf. Auf diesem gefährlichsten Wanderpfad der Welt, der in die senkrechten Felshänge des Canyon El Chorro gebaut ist, stürzten in den vergangenen Jahren dutzende Adrenalin-Junkies in den Tod, die hier den ultimativen Kick suchten. Zuletzt wurde er gesperrt und wird morgen, am 29. März 2015, wieder eröffnet – rundum renoviert, gesichert und mit spektakulären Passagen wie Glasböden und einer sich bewegenden Hängebrücke über den wild rauschenden Fluss Guadalhorce. Kosten: 2,3 Millionen Euro.

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Nichts für schwache Nerven. Wanderer müssen in 100 Meter Höhe über eine sich bewegende Hängebrücke

Besucher können nun mit Helmen gefahrlos die spektakuläre Schönheit der bis zu 400 Meter tiefen Schlucht im Naturschutzgebiet Desfiladero de los Gaitanes in der Provinz Málaga genießen. 600 Wanderer dürfen täglich (jede halbe Stunde 50) auf den 7,7 Kilometer langen Caminito. 2,9 Kilometer sind Klettersteig. Eine Anmeldung ist notwendig, das Interesse ist enorm. Als die website am 24. April online ging, registrierten sich innerhalb von sechs Stunden 10.500 Personen. Der alte Caminito, der etwas tiefer verläuft, darf nicht mehr begangen werden. Er wurde zwischen 1901 und 1905 gebaut. Ein Meter breite Betonplatten wurden damals mit Eisenstangen in der Felswand verankert. Wie die Arbeiter dies schaffen konnten, nötigt Respekt ab. Angeblich sind mehrere beim Bau ums Leben gekommen. Benannt ist der Caminito del Rey (Königspfad) nach König Alfonso XIII., der ihn 1921 begangen hatte.


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