Baden

Peloponnes: Weit besser als sein Ruf

Die Halbinsel südlich des Golfs von Korinth gleicht der Hand eines Tischlers – ein Daumen und drei Finger. Sie war die Hochburg des antiken Hellas, bietet Traumstrände, wilde Berge, die schönste Stadt Griechenlands und wenig Tourismus. Wer es urig will, ist hier richtig.

Tolo: Gemütlicher Urlaubsort in bezaubernder Bucht

Tolo: Gemütlicher Urlaubsort in bezaubernder Bucht

Ich kenne Griechenland zwar recht gut, aber auf dem Peloponnes bin ich das erste Mal – und positiv überrascht. Meine Vorstellung, die Halbinsel biete nur gleichförmige fade Landschaft, muss ich revidieren. Der Peleponnes ist ziemlich abwechslungsreich und die spannende Bühne der alten Griechen. Hier liegen die antiken Stätten Olympia, Sparta, Epidaurus, Mykene, Korinth und byzantinische Ruinenstädte. Wobei ich mich nur bis zur Mitte vorgetastet habe. Die drei Finger im Süden hole ich bei einer meiner nächsten Griechenlandreisen nach. Also dran bleiben an meinem blog. Am besten abonnieren (folgen)🙂

Insel Pooros: Motiv für Maler

Insel Poros: Motiv für Maler

Der Daumen. Beginnen wir im Osten. Lakonien, der Daumen, gehört zweifellos zu den reizvollsten Landschaften Griechenlands mit 2400 Meter hohen Bergen und traumhaft schönen Stränden. Die schönsten liegen am südlichen Saum sowie in der Daumen-Buchtung bei Tolo und Nafplio, der schönsten Stadt Griechenlands (siehe dazu meine Storys über Tolo und Nafplio). Hier hat sich der Tourismus schon etwas breit gemacht, aber es ist immer noch sehr gemütlich.

An der Ostseite des Daumens ist touristisch tote Hose. Da hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum etwas getan – etwa in Kalloni (siehe dazu meine Story über Kalloni).

Und dann gibt es noch zwei Insel-Schmuckstücke: das autofreie Hydra, wo Maultiere und Esel nach wie vor die Hauptverkehrsmittel sind, und die recht malerische Mini-Insel Poros (siehe dazu meine Story Poros).

Das Zentrum. Die Fahrt von der Ost- an die Westküste ist ein bezaubernder Ritt über bizarre Berge, karstige Hochebenen und dichte Nadelwälder. Die Stadt Tripoli, die so ziemlich in der Mitte des Peloponnes liegt, müsste man nicht ansteuern – sie hat den Charme eines Ostblock-Städtchens vor 25 Jahren – aber sie ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt und irgendwann muss man da durch.

Kalo Nero

Kalo Nero: Besonders gemütlicher Ort an den kilometerlangen Stränden der Westküste

Die Westküste. Da war ich baff und entzückt. Zwischen Patras im Norden und Kalo Nero zieht sich ein fast nie unterbrochener Sandstrand die Küste entlang – mit jeder Menge Badeplätze, an denen der Sonnenliegenabstand einen halben Kilometer beträgt. Das Wasser ist so klar wie Wiener Hochquellwasser. Ein Traum!  Einziges Manko: Die Küstenstraße führt selten direkt am Meer entlang, sondern meist ein paar Kilometer entfernt durch nicht allzu reizvolles Agrarland. Es ist  egal,  bei welchem Hinweisschild „Beach“ man abbiegt. Die Stichstraßen enden fast immer an einem Traumstrand mit urigen und preisgünstigen Tavernen.

Besonders gut gefallen hat es mir in Kalo Nero und Kourouta. Vermutlich zieht sich der Strand in dieser Qualität noch weiter bis zur Südspitze des westlichen Fingers. Aber leider bin ich diesmal nur bis Kalo Nero gekommen. Ich werde den Süden irgendwann erkunden und natürlich darüber bloggen.

 

Bildgalerie Peloponnes

 

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