Europa

Meteora: Klöster zwischen Himmel und Erde

Griechenland. Auf bizarren, 200 bis 300 Meter hohen Felsnadeln bauten orthodoxe Mönche gewaltige Gottesburgen. Die Landschaft ist so einzigartig wie die Bauwerke. Etwas vom Beeindruckendsten was Griechenland und Europa zu bieten hat.

James-Bond-Kloster Agia Triada

James-Bond-Kloster Agia Triada

Unbedingt hinfahren. Sie werden es nicht bereuen! Ich war als Reisejournalist schon bei vielen spektakulären Sehenswürdigkeiten auf dieser Welt – die Meteora-Klöster zählen für mich zweifellos zu den außergewöhnlichsten.

Allein schon die Landschaft ist gewaltig. 200 bis 300 Meter hohe, graubraune Felstürme, allein stehend, teils ineinander verschachtelt, tiefe Schluchten und darüber das gleißende Blau des griechischen Himmels. Auf Vorsprünge, Plateaus oder gleich direkt auf dem Dach dieser stalagnitförmigen Felsen im Pindos-Gebirge bauten orthodoxe Mönche zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert teils riesige Klosteranlagen.

Kloster Varlaam

Kloster Varlaam

In diesen „Adlerhorsten“ waren sie vor Eindringlingen und Freibeutern weitgehend sicher. Um hinauf zu kommen, setzten sich die Mönche in ein Netz und ließen sich von ihren Brüdern am Seil hinaufziehen. In der Blütezeit gab es 23 Klöster. Heute sind noch sechs intakt, vier können besucht werden.

Am Abend, wenn die meisten Touristen Meteora schon verlassen haben, hallt das Gebimmel der Glocken und Hämmern der Schlaghölzer, mit denen die Mönche und Nonnen zum Abendessen rufen, durch die bizarre Landschaft. Ein mystisches Erlebnis.

Wandgemälde im Kloster Metamorfosis

Wandgemälde im Kloster Metamorfosis

Das interessanteste ist das „Metamorfosis“, in dem man die mit uralten Ikonen verzierte Kirche, Werkstätte, Speiseraum, Küche, eine Gebeinkammer mit den Totenköpfen und Knochen der verstorbenen Mönche sowie ein Museum mit alten Schriften und sakralen Gegenständen besichtigen kann. Eines der Klöster machte James Bond berühmt. Das besonders spektakulär auf einer Felsnadel thronende „Agia Triada“ war Kulisse für den 007-Streifen „In tödlicher Mission“.

Mehr brauch‘  ich über dieses UNESCO-Weltkulturerbe nicht erzählen. Dicke Bücher wurden darüber geschrieben. Und selbst die braucht man nicht lesen. Details liefert heute Google in Hülle und Fülle und Sekundenschnelle. Aber das allein ist nur ein Aperitif – die Meteora-Klöster muss man selbst gesehen haben. Es zahlt sich aus!

Bildgalerie Meteora-Klöster

 

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