Österreich

Aufgeschnappt

Auf einem Wochenend-Trip ins Westliche Weinviertel nördlich von Wien machte ich Station in der 15.000-Einwohner-Stadt Stockerau. In einem Kaffee-Haus mit 70er-Jahre-Einrichtung bestellte ich ein kleines Bier und zündete mir eine kleine Zigarre an, was ein kabarettreifes Gespräch am Nebentisch auslöste.

Am Tisch saßen vier ältere Herrschaften – drei Frauen und ein Mann um die 65 – bei Bier und Zigarettenqualm, offensichtlich Stammgäste.

Die erste Frau, die Gesprächigste in der Runde mit ausgedünnten Henna gefärbten Haaren: „A Zigarre hab’ i no nie g’raucht, a net Marihuanna.“

Die zweite Frau, eine kleine Bummelige mit Pincher-Gesicht: „I mag des. I hab’ zwar an no nie ane g’raucht, aber mei Mann hat Großglockner g’raucht. Nur am Sonntag. Des war fein, wenn sich der Rauch durch die Zimmer zog’n hat.“

Die erste: „Und da gibt’s welche, die rauch’n de Kuba, de langen, dicken. Da kost’ ane 100 Euro. De kriagst nur unter der Hand.“

Die zweite: „Ja, de lass’n sich de in de Kistln schicken. A Zigarre um 100 Euro brauch i a net.“

Die erste: „Des san ja Millionäre. A anderer kann sich des ja net leisten.“

Die zweite: „Red net so – der Herr da hört schon mit.“

(Aus den Lautsprechern tönt jetzt „Satisfaction“ von den Stones)

Der Mann, der noch nichts gesagt hat, ca. 160 groß mit Stirnglatze, Kugelbauch und dicker Brille, wacht plötzlich auf und sagt zur Kellnerin: „Dra lauta, des is Satisfaction.“

Die zweite Frau: „Na lass!“

Der Mann: „Dra lauta. Wir woll’n laute Musik hör’n. I will Satisfaction hör’n. Alte Frauen versteh’n des net, de wissen net was Satisfaction is.“

(Die vierte Frau steht auf, humpelt zur Garderobe, zieht Röntgenbilder aus ihrer Handtasche und zeigt sie in die Runde)

Der Mann: „Des san die Knia. Des is links und des is rechts.“

Die zweite Frau: „Des schaut eh guat aus. Bei mir siagst die Schraub’n und a Platt’n.“

Die erste Frau blättert in der Kronen-Zeitung und liest vor: „Mordanklage gegen Fritzl“

Die zweite: „Der G’schissene, den sollen’s daschiaß’n.“

Die erste: „Beim Hitler hätten’s den daschoss’n.“

Die zweite: „Na, vergast.“

Die erste: Na, daschoss’n. In Frankreich haben’s vergast.

Die zweite: „Na“

Die erste: „Sei still Frieda – i was des, den hätten’s daschoss’n.“

Kategorie Backyard Travel

3 replies »

  1. Ingrid’s caregivers state that she requires four farmacia on line tablets each day. Tapping on it takes you into a separate state, rebuffed it for the first couple years can relate to. In all, it’s still mono.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s