Abenteuer

Asgabat: Boulevards, Alleen und Marmorpaläste

Seit einem Tag bin ich in Asgabat. Die Gruppe der Seidentraßler kämpft sich noch durch die Karakum Wüste, die wegen ihres schwarzen Sandes auch „Schwarze Wüste“ genannt wird. Asgabat liegt nahe an der Grenze zum Iran. Hier geht das Kopet Dag Gebirge in die Karakum Wüste über. Dementsprechend heiß und trocken ist es hier. Ich schätze, es hat so um die 35 Grad Celsius.
Asgabat ist eine Stadt der breiten Boulevards, Paläste, Denkmäler und protziger Monumentalbauten. An jedem Jahrstag der Unabhängigkeit wird ein neuer Prestigebau beschlossen. Asgabat ist auch eine sehr grüne Stadt mit aussergewöhnlich vielen Parks, schattigen Alleen und Springbrunnen. Die offiziellen Gebäude sind großteils Marmorpaläste in klassizistischem Stil. Nach dem ein verheerendes Erdbeben die Stadt 1941 vollkommen zerstört hatte, wurde sie noch zu Sowjetzeiten neu und großzügig geplant. Die meisten Bauten entstanden aber erst nach der Unabhängigkeit 1991.
Die Wohnhäuser sind großteils noch alte Plattenbauten aus der Sowjetzeit. Die Fassaden sind zugepflastert mit uebergroßen SAT-Schüsseln. Die Fenster sieht man kaum mehr.
Bummeln ist in Asgabat kaum möglich. Die Straßen sind endlos lang und breit. Außer ein paar Kioske und Miniläden habe ich im Zentrum noch keine Geschäfte gesehen. Kleidung, Möbel Geschirr – wo kaufen das die Leute hier? Dementsprechend fad ist es, die schnurgeraden Boulevards abzumarschieren. Aber eines merkt man deutlich: Hier wird investiert wie sonst in keiner zentralasiatischen Stadt. Und Asgabat hat Potential. Wenn hier noch die nötige Infrastruktur an Geschäften, Restaurants etc. dazu kommt, also das was eine Stadt wirklich lebenswert macht, könnte es neben all dem Protz eine wirklich schöne Stadt werden.

Brennender Krater
Am Nachmittag habe ich die 14 Seidenstraßler getroffen. Alle sind wohlauf und bester Laune. In der „Schwarzen Wüste“ haben sie ein Naturphänomen besichtigt, von dem bei uns wohl noch kaum wer gehört hat. In einem Krater mit etwa 200 Meter Durchmesser verbrennt seit 50 Jahren in einer riesigen Flamme Gas, das ständig nachströmt. Turkmenistan sitzt ja auf enormen Erdgas-Reserven.

Übrigens – um meinen Blog aufzurufen, brauchte ich bei der Verbindung hier im Büro der Tourismus-Agentur geschlagene 45 Minuten. Ich weiß nicht, ob ich unter diesen Umständen weiter von diesem Trip blogge. Ein Bild hochzuladen, ist vermutlich ein Tagesjob – also gibt es vorerst keine Bilder von der Reise.

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