Deutschland

Fürstin Gloria versetzt Podcaster Agathakis

Nach Hamburg, Berlin und Potsdam ist Radio-Wien-Reiseredakteur und Podcaster Peter Agathakis heute im ostbayrischen Regensburg eingetroffen. Auf seiner Suche nach den schönsten Schlössern, Parks und Gärten – dem touristischen Schwerpunktthema Deutschlands im heurigen Jahr – suchte er das Schloss Thurn & Taxis auf: eine wahre Perle in Deutschland, nicht zuletzt wegen seiner fantastischen Parks. Peter wollte ein Interview mit der Schlossbesitzerin Fürstin Gloria von Thurn & Taxis machen. Alles war abgesprochen, doch jetzt meldet ein zerknirschter Peter:

„Gloria hat mich unverschämterweise versetzt . . . dafür hat mich Regensburg umso mehr fasziniert – eine idyllische, sogar romantische Stadt, die eigentlich an eine italienische Kleinstadt erinnert. Enge Gassen, unzählige Lokale und jede Menge Shops. Die ersten Interviews über Schloss und Kultur sind im Kasten, weitere sind morgen am Vormittag geplant. Da geht es dann um die Gärten und Parks. Danach trete ich die Heimreise an, mit der DB ist man in 4 Stunden in Wien, also wirklich sehr, sehr flott.“

Um ein Interview zu bekommen, hätte Freund Peter beim Termin-Ersuchen die 48-jährige Fürstin und Unternehmerin vielleicht mit Ihrem vollen Namen titulieren sollen, der da lautet: Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, geborene Mariae Gloria Ferdinanda Gerda Charlotte Teutonia Franziska Magarethe Frederike Simone Johanna Joachima Josefine Wilhelmine Huberta Gräfin von Schönburg. 🙂

Zur Schloss-Geschichte: Das aus Italien stammende Adelsgeschlecht Thurn und Taxis erstand im Jahre 1812 den Gebäudekomplex des St. Emmerammer Klosters neben der Basilika. Das Anwesen wurde von der Familie zum heutigen Schloss Thurn und Taxis umgestaltet.

Sehenswert im Schloss sind neben vielen Räume, die prunkvoll mit Mobiliar, Wandteppichen, Gobelins und Ölgemälden ausgestattet sind, vor allem das Marstallmuseum und das Schlossmuseum. Im Marstallmuseum sind u. a. Exponate aus dem mittelalterlichen Transportwesen, etwa Kutschen, Schlitten und Reitzubehör ausgestellt. Das 1998 eröffnete Schlossmuseum gewährt einen Einblick über das fürstliche Leben der letzten Jahrhunderte. Besichtigt werden können auch der 190 Quadratmeter große Ballsaal und der Bibliothek-Saal mit der 12.000 Bücher umfassenden fürstlichen Hofbibliothek.

Die Tafel die Peter Agathakis im Bild zeigt, wurde zur Erinnerung an die guten Taten des als Wohltäter verehrten Fürst Albert I. angebracht. Der Text lautet: „Seine Durchlaucht Fürst Albert von Thurn und Taxis hat im Jahre 1919 die Fürstliche Notstandsküche zur Behebung der damaligen Notlage errichtet.“

Albert I. hatte die Küche gegründet, um die Not der Bevölkerung in den Wintermonaten nach dem Ersten Weltkrieg zu lindern. Albert wurde auch kurioserweise 1923 zum Ehrendoktor der Innsbrucker Lepold-Franzens-Universität ernannt.

Der Grund: Seit dem Jahre 1922 gab es Bestrebungen der Tiroler, sich vom „roten Wien“ zu lösen und unter einem katholischen Monarchen selbständig zu machen. Da Albert mit einer Habsburgerin verheiratet war und den Tiroler Vorstellungen eines katholischen Regenten entsprach, wollte man dies mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde bewegen.

Ob Peter das alles in seiner Radiosendung unterbringen wird, weiß ich nicht. Am besten man dreht am 20. April um 10.00 Uhr Radio Wien auf. Da berichtet Peter in seiner Sendung „Auf und davon“ über Schlösser, Parks und Gärten in Deutschland. Und der KURIER bringt am 13. April auf seinen Reiseseiten einen großen Bericht zu diesem Thema.

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2 replies »

  1. Armer Peter!!! Aber auch ohne Interview ist es auch eine spannende Geschichte geworden. Liebe Grüße Charlotte

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