Asien

Bhutan: Österreicher helfen bei Aufbau des Tourismus

Auf Österreicher ist der oberste Tourismus-Chef Bhutans, Lathu Wangchuk, besonders gut zu sprechen. Denn viele helfen und halfen beim Aufbau des Tourismus im Himalaja-Königreich tatkräftig mit. Bei einem Abendessen plauderte Wangchuk mit mir über die touristischen Pläne des Königreiches. „Vorrangig ist derzeit der Bau von weiteren guten Hotels in der Hauptstadt Thimpu“, sagt Wangchuk. Derzeit gibt es in der Oberklasse nur das vor zwei Jahren fertig gewordene Amankora und das Taj, das in zwei Monaten fertig werden soll. „Drei weitere sind geplant“, so Wangchuk – darunter ein Oberoi. Ein halbes Dutzend gehobener Mittelklasse-Hotels soll in den nächsten Jahren dazu kommen. Große Pläne Bhutan, das derzeit rund 20.000 ausländische Gaeste pro Jahr empfängt, will den Tourismus nun zügig ausbauen. Wangchuk hofft auf eine jährliche Steigerung von bis zu 30 Prozent. In den Städt Gelephu im Süden des Landes und in Bhumtang in Zentral-Bhutan sollen Flughäfen gebaut werden. Von Gelephu aus ist der mittlere und östliche Teil des Landes leichter zu erreichen als derzeit vom Flughafen in Paro. Zur Zeit konzentriert sich der Tourismus auf den westlichen Teil um die Hauptstadt Thimpu sowie die Stadt Paro.
Salzburger entwarf Tourismus-Konzept Viele der Plaene beruhen auf dem Konzept des Oesterreichers Martin Uitz, der jahrelang Chef des Salzburg Land Tourismus war. Uitz lebte mehrer Jahre in Bhutan. Vor zwei Jahren starb er auf einer Trekking-Tour in Nepal. Zusammen mit dem ebenfalls aus Salzburg stammenden Martin Zeppezauer hat Uitz im Jahr 2005 ein Tourismus-Konzept für Bhutan entwickelt. Unter anderem schlug Uitz der königlichen Familie vor, sich auf individuellen Qualtitäts-Tourismus zu konzentrieren, was auch umgesetzt wird. Ein weiterer Österreicher, Michael Raffling ist derzeit im Rahmen eines österreichischen Entwicklungshilfe-Projekts beauftragt, Bhutans Hotels zu kategorisieren. In einem Jahr soll das Projekt, so Wangchuk, abgeschlossen sein. Dann wird es für Reiseveranstalter leichter, ihren Kunden passende Unterkünfte zu empfehlen.
Ein grosses Problem in Bhutan ist auch die noch mangelhafte Ausbildung der im Tourismus Beschäftigten. Auch da hilft Oesterreich federführend mit. Oesterreichische Touristiker würden, so Wangchuk, Hotelpersonal ausbilden. Wer das allerdings genau mache, wusste Wangchuk nicht. Mir persönlich ist bekannt, dass der Salzburger Veranstalter GEO Reisen derzeit zwei bhutanesischen Reiseleitern Deutsch-Kurse in Österreich finanziert.

2 replies »

  1. Lieber Karl-Heinz
    Gratuliere – genau die Richtung blog, die ich haben will. Und ich denke, da gibt´s noch eine ganze Menge meiner Kategorie: 40er, die mit Interrail oder Autostop angefangen, die Familie auf die Beine gestellt haben – und nun wieder die Lust kriegen, die Welt in echt kennenzulernen, abseits der Kataloge.
    Mehr davon, bitte…;-) // Urs

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